![]() Logo vom Freilichtschauspiel "De rieke Mann" in 2002 |
||
Im Jahr 2002 feierte die Niederdeutsche Neuenburg aus folgenden Anlässen gleich drei Geburtstage: Seit 1932 (70 Jahre) wird in Neuenburg Niederdeutsches Theater geboten, zunächst unter dem Dach des hiesigen Heimatvereins. Seit 1952 (50 Jahre) ist die "Niederdeutsche Bühne Neuenburg" eigenständig und Mitglied im "Niederdeutschen Bühnenbund Niedersachsen - Bremen". Seit 1992 (10 Jahre) wird in der "Theaterschule Neuenburg" erfolgreich der Nachwuchs der Bühne ausgebildet. Drei gute Gründe, um sich mit einem besonderen Freilichttheaterstück bei allen Freunden der Bühne und des Niederdeutschen Theaters zu bedanken. Im August / September vom 16.08. bis 07.09.2002 wurde jeweils an den Wochenenden das Freilichtschauspiel De rieke Mann nach "Dat Spill vun 'n rieken Mann" von Friedrich Lindemann in der Bearbeitung von Rudolf Plent aufgeführt, der ebenfalls die Regie führte. Vor historischer Kulisse - zwischen dem Neuenburger Schloß und dem Rauchkatengelände - inszenierte die Niederdeutsche Bühne in enger Zusammenarbeit mit der Theaterschule Neuenburg ein farbenprächtiges Freilichttheater. Durch die Einbindung der Theaterschule hatten die junge Menschen die Gelegenheit ihr wirklich herausragendes Können einem überregionalen Publikum zu präsentieren. Die zwölf Aufführungen wurden von mehr als 8000 Zuschauern besucht. Entscheidenden Anteil am Erfolg hatte außerdem der historische Markt, der vom Gewerbeverein Neuenburg ausgerichtet wurde. Phantasievoll und mit Liebe zu Detail gestaltet, nahm er die Besucher schon zwei Stunden vor den Aufführungen gefangen. Den abschließenden Höhepunkt der Veranstaltungsserie bildete am Wochenende vom 6. bis zum 8. September der Bühnentag des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen - Bremen, der am Sonntag den 8.9. mit einer Matinee seinen Abschluss fand.
|
||
De Rieke Mann mit Freundinnen, Frau und Hofnarr (Neuenburg im August / September 2002) |
||
Die feine Gesellschaft verspottet den Bettler und wird leztlich dafür bestraft (Neuenburg im August / September 2002) |
Willy-Beutz-Schauspielpreis 2003
| "Tööv bit dat
duster is!" nach "Wait Until Dark!" Wen schert es, wie kalt und grau der Tag sein mag. Warte, bis es dunkel ist und uns wird warm. Wo wir uns lieben, ist dort, wo wir uns gemeinsam unseren Träumen hingeben und unsere Fantasien ausleben. Wenn ich nachts deine Nähe spüren kann, verschwinden meine Enttäuschungen. Der frostigste Tag kann uns kleine Träume bescheren, die aber scheinbar keinen Eindruck hinterlassen. Doch mein Liebling, warte, bis es dunkel ist ... |
||
Was im Titelsong zu der 1967 gedrehten, gleichnamigen Verfilmung des Bühnenstückes von Frederick Knott Wait Until Dark so verheißungsvoll klingt, wird für die Heldin Susi Hendrix bald zur Bedrohung. Die Träume wandeln sich zum Albtraum, Schreckensfantasien werden zur Realität. Denn für Susi Hendrix fallen Tag und Nacht zusammen, um sie herum ist es immer dunkel. Susi Hendrix ist blind. Auf sich allein gestellt muss sie sich gegen brutale Verbrecher zur Wehr setzen, Ihre einzige Chance liegt im Dunkel ... Die Presse schrieb nach der New Yorker Premiere: Ein Broadway-Hit". Dieser meisterhaft gebaute Thriller rast von einem spannenden Höhepunkt zum nächsten, um sich zu einem elektrifizierenden, atemberaubenden Finale zu steigern. Wait Until Dark ist ein nervenzerreißender Thriller. Frederick Knott ist ein Meister seines Faches. Als Meister seines Faches erwies sich auch Armin Tacke aus Oldenburg, der die niederdeutsche Fassung am Niederdeutschen Theater Neuenburg in Szene setzte. Er setzte die Akzente, durch die ein Kriminalstück zum Schauspiel avancierte. Dieser Meinung war auch die Jury des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen, die das Stück mit dem Willy-Beutz-Schauspielpreis 2003 prämierte. |
||
Hier einige Impressionen aus dem Stück.
Susi Hinrichs und ihr Freund Sammy
|
Harry Roth Junior und Mike Daalmann
|
Und das ist sie, die wohl begehrteste Urkunde im Niederdeutschen Bühnenbund Niedersachsen und Bremen
Utdacht hett sik düsse Päädsch, Alfons Wojakilowski.