1931 wurde Lehrer Fischer zum Spielleiter bestimmt um den regelmäßigen Spielbetrieb mit einer Theatergruppe zu gewährleisten. 1932 wurde dann vom Heimatverein der Beschluß gefaßt, daß die Theatergruppe künftig selbständig arbeiten solle. Weiter heißt es in dem Beschluß:
"Wenn die
Spielgruppe (mindestens 10 Personen) die Möglichkeit bietet, ein
gutes Stück zur Aufführung vorzubereiten, ist der Verein
einverstanden. Der zunächst erforderliche Betrag an Auslagen
soll dann durch einen Vorschuß aus der Kasse des Htv. finanziert
werden."
1932 kann somit als Geburtsjahr des Neuenburger Theaters
bezeichnet werden.
Unter diesen Voraussetzungen wurde u. a. 1931/32 "Wenn de Hahn kreiht" von August Hinrichs aufgeführt. 1934 kam "Snieder Nörig" von Paul Schurek zur Aufführung. 1935 wurde sogar "De Etappenhaas" von Karl Bunje gespielt. Ein Stück, das damals nicht so recht zum Bild des deutschen Soldaten im Dritten Reich paßte. 1937 weiß man daher von einer 3-tägigen Fahrt nach Wangerooge zu berichten, an der auch der Gauvolkstumswart Pg. Stölting teilnahm, welcher den Theaterleuten auf der Insel einen Schulungsvortrag halten sollte. Gespielt wurde auf Wangerooge "De Deerns ut'n Dorpkroog".
Aufgrund des Kriegsbeginns in 1939 endete der Spielbetrieb praktisch am 12. Dezember 1938 in Steinhausen mit dem Stück "Dierk schall freen" von August Hinrichs.
Radio Bremen Anfang der 50-ziger Jahre zu Gast bei der Bühne
Das Bild ist zwar aus den 50-ziger Jahren, aber die technische Ausrüstung des Senders dokumentiert gut, dass die Zeit um 1945 angehalten wurde. Sie könnte auch aus den Vorkriegsjahren stammen.
Utdacht hett sik düsse Päädsch, Alfons Wojakilowski.